06.13.07

Der Regenbogenball

Posted in Melancholia, Deutsch at 22:33 autor agnieska

Dziś przez przypadek siostra przypomniała mi o niemieckim, tj. niemieckich wierszach. Jak miło się zrobiło słysząc coś co miało być zapomniane… Pamięć ludzka jest jednak niezawodna. I chwała jej za to! Oto jeden z ulubionych wierszy z dzieciństwa (tytuł złożony z dwóch słów: tęcza i piłka, czyli tęczowa piłka lub coś w tym rodzaju):

Nach einem kurzen Schauer,

da war, ganz wunderschoen,

am Himmelsrund ein Bogen,

bis weit ins Land zu seh’n.

 

Engel in weissem Kleide,

die warfen, viele Mal’,

einen bunten Ball sich zu,

froehlich, ueber ein Tal.

 

Der hat malend den Bogen,

als Gruss an uns’re Welt,

durch seinen Flug gezogen

und uebers Tal gestellt.

 

Wir koennen daraus lernen

(auch wenn der Mensch mal weint),

dass nach der tiefsten Truebsal

die Sonne wieder scheint.

***

Die Nacht und das Licht

An einem Morgen traf die Nacht das Sonnenlicht. “Lass uns miteinander sprechen”, sagte die Nacht. “Es ist manchmal unheimlich, wenn es so ruhig ist”. “Ich brauche keine Gespraeche mit dir.”, erwiderte das Licht. “Bei mir ist es niemals still. Die Menschen sprechen den ganzen Tag, und auch die Tiere unterhalten sich. Wovor sollte ich mich so fuerchten? Die Menschen haben mich auch viel lieber als dich. Ich bin besser und wichtiger als du.” Die Nacht laechelte ein bisschen. “Warum? Ich glaube, wir sind beide gut und wichtig. Oder?” Doch das Licht hatte nur auf diese Frage gewartet:

“Ich bin froehlich”, sagte das Licht.                     

“Ich bin friedlich”, sagte die Nacht.

“Ich bin ehrlich”, behauptete das Licht.

“Ich bin hoeflich”, sagte die Nacht.

“Ich mache die Menschen gluecklich”, jubelte das Licht.

“Und ich mache sie nachdenklich”, bemerkte die Nacht.

“Ich schenke den Menschen das Lachen”, rief das Licht.

“Und ich lasse sie ruhig traeumen…”, sprach die Nacht.

“Ach Traeume sind doch nur Schaeume”, lachte das Licht. “Ich mache den Menschen meistens sowieso einen Strich durch die Rechnung.”

Das Licht haette gern noch viel mehr gesagt. Aber die Nacht war schon hinter den Daechern verschwunden. “Eigentlich schade”, dachte das Licht. “Es war ganz lustig, die Nacht ein bisschen zu aergern.” Und dann leuchtete es vor Freude ganz hell. Es sah natuerlich nicht, wie sich an einer Strassenecke zwei Verliebte “Auf Wiedersehen” sagten, und es sah auch nicht, dass hinter einem Fenster ein Dichter muede den Stift aus der Hand legte. Das alles konnte das Licht nicht sehen …

                                                                                                                         Kerstin Reinke

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